Informationen

Fundgebiet Silberregion Karwendel

 

Im Spätmittelalter war das Schwazer Silberbergwerk das größte und ertragreichste Silberbergwerk der Welt. 1554 waren dort an die 7400 Bergknappen täglich beschäftigt. Die Arbeit gestaltete sich schwierig. Die Nässe im Bergwerk, der Rauch der Lampen, die harte Arbeit mit einfachen Werkzeugen und die einseitige Ernährung trugen dazu bei, dass viele Bergknappen bereits früh starben.

Um die Entstehung des Bergwerks rankt sich eine Sage. So soll eine Magd namens Kandlerin Weidevieh gehütet haben, als ein wildgewordener Stier mit seinen Hörnern eine Grasnarbe aufgerissen habe. Zum Vorschein sei ein dunkler, glänzender Stein gekommen.

 

Schon bald machten sich die ersten Erzsucher auf den Weg und durchstreiften das Gebiet. Am Anfang waren es nur einige wenige, doch der Bergsegen sprach sich schnell herum und bald erlebte der Schwazer Bergbau eine einzigartige Blütezeit.

 

1491 wurde der Sigmund-Erbstollen angeschlagen. Er ist nach Sigmund dem Münzreichen benannt und führt etwa 2100 m in den Berg hinein. Von dort aus wurde der Abbau von Silber und Kupfer noch weiter vorangetrieben. Die Bergleute der beginnenden Neuzeit brauchten für den Vortrieb dieser Strecke 26 Jahre, was der durchschnittlichen Arbeitszeit eines Bergknappen entsprach.

 

Doch je weiter man in die Tiefe des Berges vordrang, desto schwerer wurden die Arbeitsbedingungen. Wasser, das durch den Berg sickerte und sich in den Abbauen sammelte, machte ein weiteres Abbauen beinahe unmöglich. 600 Wasserschöpfer mussten in sechs Schichten die Abbaue trocken halten.

Mit dem fortschreitenden Abbau wurde es immer schwieriger, die untersten Läufe trocken zu halten und man musste einen Teil der Grubenbaue vorerst aufgeben.

 

 

Der Schwazer Bergbau zeichnet sich durch Azurit, Malachit, Fahlerz und Tyrolit aus.

Das Vorkommende Erz wird aals Fahlerz bezeichnet und ist in seiner hier vorkommenden Form einmalig.

Einige der Funde von Werkzeug und Mineralien werden im Bergbaumuseum Brixlegg ausgestellt.

 

Die Westwand des Eiblschrofen stürzte 1999 am 10. Juli ab und der Ortsteil Ried der Stadt Schwaz musste evakuiert werden. Am 3. November 1999 durften die Bewohner wieder in ihre Häuser. Auch lange nach dem Felssturz ist das Gebiet noch unsicher.

 

Koglmoos kann außerdem von Schwaz aus über den normalen Weg (damals mit abgestürzt) nicht mehr erreicht werden. Noch dazu kann am Eiblschrofen nicht mehr gesammelt werden, da dort ein Sperrgebiet errichtet wurde.

 

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Azurit und Malachit


Azurit ist ein Sekundärmineral und kommt nur in der Oxidationszone von sulfidischen Kupferlagerstätten durch Verwitterung aus Chalkopyrit und anderen Kupfererzen entsteht. Durch Wasseraufnahme wandelt es sich zudem in den grünen Malachit um und ist deshalb oft mit ihm verwachsen zu finden. Bekannt sind auch Pseudomorphosen von Malachit nach Azurit sowie von Kupfer nach Azurit. Azurit ist oft auch ein Bestandteil von Kupferpecherz.

Je nach Fundort kann Azurit in Kombination mit verschiedenen Mineralen wie Anglesit, Antlerit, Brochantit, Calcit, Chrysokoll, Cerussit, Rotkupfererz, Dolomit und Galmei auftreten.


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Tyrolit

 

Erstmals erwähnt wurde Tirolit oder auch Tyrolit 1817 vom deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner (1749 bis 1817). Bezugnehmend auf die Lokalität der ersten Funde des Minerals bei Schwaz im österreichischen Bundesland Tirol, wurde das Mineral Tirolit genannt. Charakteristische Farben von Tirolit sind hellgrün, hellblau bis grünblau und türkis. Die Strichfarbe ist ein helles Blaugrün. Tirolit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem. Die Kristalle sind von geringer Größe und blättchen- oder lanzenenartig. Die Aggregate sind strahlenförmig, erdig, krustig, nierenförmig, gefächert oder auch schaumartig ausgeprägt. In Anlehnung an die letztgenannte Aggregatform sowie der Zusammensetzung wegen wird Tirolit alternativ auch Kupferschaum genannt.

Tirolit ist ein Sekundärmineral, das aus der Verwitterung von

Kupfererzen und –mineralen, insbesondere Tennantit,

hervorgeht. Begleitende Mineralien sind weiterhin Brochantit,

Azurit, Malachit und Chrysokoll. Die Fundmöglichkeiten des

Kupferminerals sind beschränken sich auf Lagerstätten der

Nordhalbkugel. Neben der Typlokalität im Tirol (Schwaz,

Brixlegg, Wörgl, Flirsch) befindensich weitere Fundorte in

Österreich in Steiermark (Liesing, Bad Aussee), Kärnten

(Karawanken, Gailtaler Alpen), Niederösterreich (Gloggnitz),

Salzburg (Leogang, St. Martin) und Vorarlberg. Dieses Mineral

ist allerdings nicht nur in Österreich vertreten, es kommt

Weltweit auf der Nordhalbkugel vor!

 

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Fahlerz


Beim Fahlerz ist vom Antimonfahlerz bzw. Tetraedrit die Rede. Enthält dieser deutliche Mengen Quecksilber, bezeichnet man diese Varietät als Schwazit. Wichtig ist allerdings, dass die Tetraedrite im Schwazer Bergbau in ihrer Zusammensetzung von ihrer idealisierten Formelschreibweise

krass abweichen!

Ein Teil des Antimons ist durch Arsen ersetzt, Kupfer wird gegen Zink, Eisen, Silber oder Quecksilber ausgetauscht. Will man den Metallgehalt des Schwazits herausfinden, trifft man auf Mittelwerte oder von-bis Angaben. So liegt also der mittlere Silbergehalt bei etwa 0,5% und der Kupfergehalt bei ca. 38%. Die Metalle verteilen sich wie folgt im Fahlerz:

Cu (Kupfer)

35,00 – 41,00%


  Ag (Silber)

0,30 – 0,85%


Sb (Antimon)

14,00 – 22,00%


  Mn (Mangan)

0,20 – 1,00%

As (Arsen)

4,00 – 8,00%


  Bi (Wismut)

0,15 – 1,00%


Zn (Zink)

3,00 – 8,00%


  Pb (Blei)

0,09 – 1,00%

Hg (Quecksilber)

0,40 – 8,00%


  Ni (Nickel)

0,00 – 0,20%


Fe (Eisen)

0,80 – 3,00%


  Cd (Cadmium)

0,00 – 0,01%

Fundgebiet Habachtal

 

Im Habachtal können wunderbare Smaragde gefunden werden, allerdings nicht nur Smaragde, auch Sphene, Aquamarin, Rauchquarz, Pyrit und vieles mehr ist hier zu finden. Die Smaragdsuche 2018 hat sich bis heute (18.07.2018) schon sehr rentiert und durch das Waschen mit dem selbstgebauten Sieb konnte ich schon 10 Smaragde finden! Auch viele Pyritwürfel waren dabei. Das Habachtal befindet sich im Pinzgau und ist mit dem Smaragdbus leicht zu erreichen, es wurde auch ein Smaragdwanderweg errichtet, die Gehzeit beträgt rund 1,5 Stunden. In der Enzianhütte, der Smaragdalm oder der Alpenrose kann hier oben übernachtet werden. Egal wo man sich befindet lernt man ständig neue Leute, Sammler und Gleichgesinnte kennen. Personal und Hütten sind sehr freundlich und empfehlenswert. Alles in allem ist das Habachtal auch als Tagesausflug ein kleiner Geheimtipp. Es besteht aber keine Fundgarantie!!!

 

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